auf da roas

 
23.10.2009
Glück im Unglück, Brocken down in Lethbridge
weltreise land rover







...ist das Auto kamputt, muß die Romany zu Fuß weiter!















Der Weg nach Alberta ist ziemlich einfach. Eigentlich hätten wir einen Stein aufs Gaspedal legen können und mit einem Gürtel das Lenkrad fixieren. Der Highway Nr. 1 ist in diesem Abschnitt gerade wie ein Lineal.

Wir kommen nach Manitoba, das Tor zum Westen! Weizenfelder und eine beeindruckende flache Prärie, so weit das Auge reicht. Von der Provinzstadt Winnepeg geht es weiter nach Saskatchewan, genauso flach! Weit und breit kein Haus zu sehen und nach vielen Km taucht die erste Farm mit riesigen Silotürmen auf. 20 km lange Züge schlängeln sich durch die Weite der Prärie, die den Weizen, Mais und Kartoffeln von Ost nach West transportieren.

Irgendwie hatten wir Lust, noch weiter in die Prärie einzutauchen und fahren so einen großen Bogen in Richtung Alberta, wo uns eine Wüsten-Vegetation erwartet.  Überall Kakteen und Öltürmen! Wir kommen uns vor als würden wir eine Afrika Safari machen. Zwischen Kojoten, Bisons, Antilopen und Wildpferden schlängelt sich die Schotterstraße vorbei am „Hoodos Writhing on Stone Nationalpark“, wo Indianer Zeichnungen an den Felswänden zu finden sind.

Nach unserer kleinen Wüstentour in Lethbridge will auf einmal unser Andrew nicht mehr so wie wir wollten und streikt mit einer gebrochenen Kupplungsplatte. Stefan meinte dann zu mir „So i glaub wir haben unseren ersten Brocken down“. Wir versuchten zuerst die Ursache selber herauszufinden. Kann ja sein, dass nur die Kupplungsstange herausgerutscht ist. Das ist es leider nicht! Zum Glück ist gleich in der Nähe ein Trailer Händler, der uns mit seinem Handy die nächste Werkstatt anrufen lässt – aber mit dem Landy in Kanada ist es nicht so leicht, einen geeigneten Mechaniker zu finden, der sich mit dem Engländer auskennt.

In Lethbridge leben 67.000 Einwohner und es gibt 1 Toyota Händler, der uns sagt, dass die nächste Land Rover Werkstatt in Calgary, ca. 300 km, entfernt ist. Uuups das ist aber ganz schlecht! Doch da fällt ihm doch noch eine kleine, feine Werkstädte im Zentrum ein: „Ellis Autodrome“, die nur auf europäischen Autos schrauben. Da rufen wir gleich mal an und Melanie, Jack´s Frau“,  fragt was wir für ein Problem haben und meint wir können vorbei kommen. So schieben wir unseren Landy zu Jack, dem besten Mechaniker Meister von Alberta!

Dort angekommen wirft er einen kurzen Blick unter die Motorhaube und meinte: „Na ja, könnte etwas kompliziert werden! Heute wird das leider nix mehr. Wir machen in einer ½ stunde zu.“ Freundlich fragen wir noch, ob wir unser Dachzelt vor seiner Werkstatt aufschlagen können – was natürlich kein Problem war. Nachdem wir uns schon zum Schlafen fertig gemacht haben, hören wir noch wie ein Auto auf den Parkplatz kommt. Greg der Bruder von Melanie: „He ho ihr zwei – gehört der Landy euch – hahaha, lässiges Setup“ und schenkt uns noch einen 12 Jahre alten Rotwein, damit wir heut Nacht auch gut schlafen können.

Am nächste Morgen startet Operation „Andrew“!

Stefan packt gleich mit an die ganzen Teile unterhalb der Bodenplatte abzumontieren und ich nütze die Zwangspause und vertreibe mir die Zeit mit Berichte schreiben. Die nächsten 2 Tage streiten sich die Werkstattjungs scheinbar darum, wer den Landy machen darf und alle haben einen riesigen Spaß dabei. Danach freut sich unser britischer „Andrew“ über ein neues Inventar von einem „DODGE“ und ab diesem Tag fährt ein kleiner Ami mit.

Und es wurde nicht nur unser Auto repariert…den Familienanschluss gibt’s auch gleich inklusive mit der Einladung fürs Wochenende zu einer Kajaktour.