auf da roas

 
31.08.2009
Cape North – Meat Cove
Nova Scotia ist mit einem Damm verbunden und dieser führt nach Cape Breton Island, dort bietet sich eine der schönsten Panoramastraßen des Kontinents, der „Cabot Trail“. Er führt an Wind- und Wellenumwobenen Steilküsten von Cape Bretan entlang, mit malerischen kleinen Fischerdörfern. Cape Breton bietet dramatische Fjordküsten, tiefe Wälder und ungebändigte Flüsse und Wasserfälle – diese Atlantikregion Kanadas erinnert an die Highlands von Schottland und ist einzigartig in Kanada. Der 296 Kilometer lange Cabot Trail führt unter anderem an die nördlichste Spitze der Insel, nach Meat Cove. Schroffe Küsten und ein atemberaubender Blick auf den Atlantik werden hier geboten, wenn man Glück hat, kann man am Morgen direkt vor den Küsten Wale beobachten. Und dieses Glück hat wir! Als wir am Morgen aufwacht und aus dem Zelt schaut sehen wir ein ganzes Rudel Wale beim morgendlichen Frühstück in der Bucht. Zuerst glaubten wir, es seien Delfine – doch ein Einheimischer klärte uns rasch auf, dass es sich dabei um Finnwale handelt.
An diesem Tag beschließen wir, noch auf dem schroffen Küstenfelsen zu bleiben und eine kleine Pause einzulegen. Wir bestreiten einen der unzähligen Wanderwege, es geht hoch auf den Aussichtspunkt von Meat Cove. Ganz oben machen wir es uns auf einen Stein mit dem Fernglas gemütlich und entdecken über uns einen Weißkopfadler, der auf der Suche nach Fisch und Mäusen etliche Runden über unseren Köpfen zieht. Ein Traum von unberührter Natur, den man hier beobachten kann. Der Cabot Trail entlang der schroffen Küsten führt auch durch den Nationalpark Cape Breton Highlands, wo sich die idyllischen Wasserfälle „Mary Ann Falls“ befinden.
Immer wieder bleiben die Kanadier neugierig vor unserem Auto stehen und fragen uns, wo wir herkommen. So ein Vehikel mit einem Zelt auf dem Dach haben sie noch nie gesehen und der Landy stellt so ein beliebtes Fotomotiv dar. Wir kommen uns vor, als seien wir in einem Zoo – aber hinter den Gitterstäben. Spaßhalber meint ich zu einem Fotografierenden, er könne ein Foto machen, aber das kostet 5 Dollar“. Er lacht kurz, greift in seine Hosentasche und zieht 5 Doller heraus – hey das funktioniert ja! Somit haben wir unsere ersten 5 Dollar verdient.